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Alle Texte zur freien redaktionellen Verwendung. Fotos können mit der Angabe „Messe Berlin“ für die Berichterstattung (nicht für Werbezwecke) kostenfrei genutzt werden. Weitere Fotos und Videos finden Sie in der FRUIT LOGISTICA Mediendatenbank.

Zahlen des Tages

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Wachstum errechnet Statista für den weltweiten Frischfruchtmarkt pro Jahr (2022 bis 2027). Dass es noch Aufholbedarf gibt, erklärt die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen: Weltweit konsumieren wir nur zwei Drittel des empfohlenen Tagesbedarfs von 400 Gramm pro Person.

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betrug die Birnenernte Europas im Jahr 2021. Das ist ein Rekordtief, das vor allem Italien schwer getroffen hat: Durch Ernteausfälle sank das Volumen von 611.000 Tonnen in 2020 auf 200.000 Tonnen. Äpfel hingegen haben zugelegt und summierten sich in Europa auf 11,5 Millionen Tonnen, eine Million mehr als 2020.

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Der neue Wert frischer Früchte

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Die letzten zwei Jahre sind auch an der Fruchtbranche nicht spurlos vorüber gegangen. Positiv ist: Die Coronapandemie hat Menschen daran erinnert, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung für die Gesundheit ist. Das zeigt sich auch in der wachsenden Bedeutung von pflanzlichen Lebensmitteln auf dem Markt. Viele Organisationen haben zudem versucht, das Bewusstsein für frische Früchte zu schärfen, darunter die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, die das Jahr 2021 zum Internationalen Jahr der Früchte und des Gemüses erklärt hat.

Allerdings droht der Trend an der Frischwarenbranche etwas vorbeizugehen. In Europa kurbelt der Wunsch der Konsument*innen nach neuen und einfachen Wegen hin zu einer gesünderen Ernährung vor allem den Umsatz in anderen Lebensmittelkategorien an. Werbeaktionen wie der "Veganuary" führen dazu, dass verpackte und verarbeitete vegane Lebensmittel gekauft werden, wie der Trend Report 2022 zeigt. Frisches Obst und Gemüse könnten sich den wachsenden Markt in Zukunft also noch stärker erschließen.

Eine große Herausforderung ist der Preis, und zwar für Verbraucher*innen und die Branche. Der starke Anstieg der Sprit- und Energiepreise bedeutet erschwerte Bedingungen für Produktion und Transport. Gewächshausbetreiber*innen in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich haben die Produktion bereits zurückgefahren, anstatt Geld für Betriebsmittel auszugeben, die sie nicht wieder hereinholen können. Hinzu kommen Ernteausfälle durch Extremwetter wie Flut und Frost.

Das European Statistics Handbook der FRUIT LOGISTICA zeigt: Gurken und Paprika kommen besser mit den Umweltumbrüchen zurecht und brachten 2021 eine größere Ernte ein. Auch eine reiche Apfelernte konnte eine extrem dünne Birnenernte ausgleichen.

Die Unterschiede sind groß, die Herausforderungen sind da. Doch in Summe ist das Erntevolumen in Europa in etwa gleichgeblieben. Der Markt wächst weiter, wenn auch weniger stark als in den Jahren zuvor. Klar ist: Das Potenzial hat er.

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Drei Fragen an...

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Rita Biserni, Marketing-Managerin bei Alegra und Expertin für den FRUIT LOGISTICA Trend Report 2022

Gemäß Trend Report gewinnt gesunde Ernährung zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig kaufen viele Menschen aus praktischen Gründen noch häufig verarbeitete Nahrungsmittel. Wo sehen Sie das Potenzial, frische Früchte noch attraktiver anzubieten?

Wir sorgen dafür, dass Konsument*innen Früchte auch unterwegs genießen können. Geschnittene Früchte gehören zu unserem Portfolio, und wir haben einen Kiwi-Cutter entwickelt, mit dem man die Frucht gleich auslöffeln kann. Die gesündeste Frucht ist aber immer noch die, die man kauft, abwäscht und isst, wie sie ist. Meiner Meinung nach wird das äußere Erscheinungsbild von Obst und Gemüse überbewertet. Das empfinde ich als frustrierend, denn wir wollen weniger Abfall produzieren, gleichzeitig erwarten Menschen die perfekt aussehende Frucht. Verbraucher*innen sollten begreifen, dass eine frische Frucht keine Kekspackung ist, die nach Norm gefertigt wird.

Inflation, steigende Energiepreise und Klimawandel wirken sich auf ihre Produktion und Ernte aus. Wie gehen Sie mit diesen Herausforderungen um?

Wir hatten nahezu 70 Prozent Ernteverlust aufgrund des Frosteinbruchs 2021. Glücklicherweise liegen wir in diesem Jahr wieder im Normalbereich. Im Hinblick auf Energiekosten und Inflation hat sich meine private Betriebskostenabrechnung im vergangenen Jahr verdreifacht. Viele Menschen versuchen gerade, Geld zu sparen. Das verstehe ich. Gesunde Ernährung und Früchte wären für mich aber das Letzte, bei dem ich Budget einsparen würde.

Glauben Sie, dass die aktuellen Umstände den Menschen auch helfen könnten, wieder zurückzukehren zu einer natürlicheren Ernährungsweise?

Daran glaube ich zu 100 Prozent. Ich sage es nur selten, weil ich nicht altmodisch klingen will. Wir sollten die Natur ehren und akzeptieren, was mit ihr einhergeht. Dabei geht es auch um Nachhaltigkeit. Denn natürlich hat unser Unternehmen Lager und Packmaschinen, die Energie verbrauchen. Das ist aber nichts im Vergleich zu dem, was für verarbeitete Lebensmittel genutzt wird. Frische Produkte sind natürlicher, sicherer und billiger.

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Prachtexemplare

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Der Granatapfel gilt als „Frucht der Götter“. Weil seine Kerne mit ihren Antioxidantien sehr gesund sind, gehören sie für viele inzwischen auf den Speiseplan. Noch nicht so verbreitet sind aber getrocknete Granatapfelkerne. Sie sind ein praktischer Snack, der anders als die frische Variante keine Flecken auf dem Sofa hinterlässt. Die ntürlich getrockneten Kerne kommen aus Indien, sind aber weltweit verfügbar. Sie halten im Kühlschrank neun bis zwölf Monate.

SamAgri Group
Halle 5.2, C-04
G.V.K. Naidu
+91 4027906577
E-Mail

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Die Bittermelone (Karela) sieht ein bisschen aus wie eine Gurke mit Stacheln und ist genauso knackig und wässrig. Im Geschmack ähnelt sie aber eher einer grünen Paprika: Sie ist pikant-bitter und für manche etwas gewöhnungsbedürftig. In Tansania, Ghana oder Indien ist das Gemüse sehr beliebt, und zwar gekocht oder frittiert. In Indien wird auch Saft aus der Bittermelone gemacht, da sie so gut für die Verdauung ist. Sie ist bereits nach zwölf bis 15 Tagen erntereif.

Moonlight Group Ltd.
Halle 8.2, B-01
Siddharth Chaudhary
+233 559446991
E-Mail

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Was ich am Dienstag gelernt habe...

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Es freut mich, dass die FRUIT LOGISTICA nach zwei Jahren wieder stattfinden kann. Dass die Ukraine vertreten ist, finde ich klasse. Es ist ein wichtiges Zeichen: Die Ukraine lebt. Herzlichen Dank an die Messe Berlin, dass sie das bei allen Schwierigkeiten möglich gemacht hat.

Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft in Deutschland

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Ich habe in den ersten eineinhalb Stunden schon zwei Dinge gelernt: Wie man Äpfel mit einer Drohne pflückt. Das war sehr interessant! Und wie Pflanzen fühlen und der Stress in ihnen messbar gemacht wird. Mit Computertechnologie kann man verfolgen, wie es ihnen geht.

Jolanda Nooijen, Generaldirektorin, Compliment B.V.

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Ich bin zum ersten Mal auf der FRUIT LOGISTICA und überwältigt von der Vielfalt. Ich bin sehr froh, dass auch ukrainische Aussteller vertreten sind, und hoffe, dass sich die Branche dort bald erholt. Wegen des Krieges müssen die Früchte nun auf anderen Routen transportiert werden.

Anna Deshko, Kühlketten- und Logistikmanagerin, A. P. Møller-Mærsk

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Besonders spannend finde ich die neuen Technologien, die sich vom Anfang bis zum Ende mit der Wertschöpfungskette beschäftigen. Die Messe ist auch ein guter Ort, um neue Perspektiven zu bekommen und über Menschen und Profite zu sprechen. Wie kann man regional und nachhaltig wirtschaften?

Adegboyega Daniel Sodade, Projektmanager, Coleacp

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Ausblick für Mittwoch, 06. April

• Der Logistic Hub legt heute einen Fokus auf Lateinamerika. Es geht es unter anderem um den Marktvorteil Saisonalität, den Wettbewerb zwischen Protein und Frucht und die Konkurrenz mit Fernost.
Halle 26, Stand E-01, 10:00 - 12:00 Uhr

• Früchte lange frisch zu halten, ist ein wichtiges Thema für die Branche. Im Future Lab präsentiert das Leibniz Institut für Agrartechnik und Bioökonomie einen neuen Sensor, der zum Beispiel Luftströme und verdampfendes Wasser optimal misst.
Halle 2.2, Stand D-05, 12:00 - 12:30 Uhr

• Die biologische Vielfalt ist bedroht. Sie ist aber die Grundlage, um dauerhaft Früchte zu produzieren. Wie sich Biodiversität mit der Bananenproduktion verbinden lässt, diskutieren Expert*innen im Fresh Produce Forum.
Halle 27, Stand B-09, 13:00 - 14:30 Uhr

• Eine neue Ära der Agrartechnik beginnt auf der Tech Stage. Calibrafruta präsentiert die Implementierung fliegender autonome Roboter, die den Reifegrad von Rocha Birnen messen und diese selbstständig pflücken.
Halle 9, Stand A-13, 14:30 - 15:30 Uhr

• An den ersten beiden Messetagen haben alle Fachbesucher die Möglichkeit, für die Nominierten des FRUIT LOGISTICA Innovation Award (FLIA) abzustimmen. Der FLIA 2022 wird am Donnerstag verliehen.
Sonderausstellung in Halle 20, Stand A-12

Alle Events finden Sie in der neuen App und auf der Plattform FRUIT LOGISTICA Online.

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Video des Tages

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26 Monate Wartezeit, 2.000 Aussteller aus 88 Ländern und drei Tage Zeit: Das sind die Eckdaten für die FRUIT LOGISTICA. Nach langer Pause durch die Coronapandemie kamen heute wieder Gäste der weltweiten Frischfruchtbranche in die Messe Berlin. Was sie am Austausch vor Ort so schätzen, zeigt das Video des Tages.

Aktuelle Videos mit neuen Eindrücken von der Messe und Experteninterviews finden Sie in unserem Youtube-Kanal.

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Impressum

Susanne Tschenisch
Global PR Manager

susanne.tschenisch@messe-berlin.de
T: +49 30 3038 2295
Messe Berlin GmbH
Messedamm 22
14055 Berlin

Management board: Martin Ecknig (Vorsitzender), Dirk Hoffmann
Chairman of the supervisory board: Wolf-Dieter Wolf 
Amtsgericht Charlottenburg (District Court), HRB 5484 B (Commercial Code)

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