Die Zukunft beginnt heute - in Halle 3.1
Von KI-gestützter Qualitätskontrolle bis zur nachhaltigen Verpackung: In der Startup World präsentieren 18 junge Unternehmen aus elf Ländern ihre zukunftsweisend Geschäftsideen für den Frischesektor.

Wo Visionen Realität werden: In der Startup World präsentieren Gründer:innen, Investor:innen, Produzent:innen und Vertreter:innen von Handel und Logistik ihre Geschäftsideen Fachbesucher:innen.
Wie schnell aus Visionen konkrete Anwendungen entstehen, lässt sich nirgendwo besser erleben als auf der FRUIT LOGISTICA: In der Startup World in Halle 3.1 zeigen 18 Gründer:innen aus elf Ländern den Fachbesucher:innen, wie sie die Herausforderungen meistern können, vor denen ihre Branche heute steht. Ob Klimawandel oder Arbeitskräftemangel, steigende Verbraucheranforderungen oder strengere Gesetzesvorgaben – die smarten Lösungen der Jungunternehmer:innen helfen, Prozesse zu optimieren, die Produktivität zu steigern, Ressourcen zu schonen und so das Konzept der Nachhaltigkeit ganzheitlich, also im ökologischen, ökonomischen und sozialen Sinn, in die Praxis zu tragen. Einige Beispiele:
Mit KI und Robotern Arbeitskräftemangel kompensieren
Als Tyler Niday sah, dass seine benachbarten Mandelproduzenten aufgrund fehlender Arbeitskräfte ihre Ernten nicht einbringen konnten, stand für den kalifornischen Agrar-Robotic-Spezialisten fest: Hier kann nur Automatisierung helfen. Und zwar eine, die praktisch, zuverlässig, erschwinglich und auf die tatsächlichen Arbeitsabläufe in den landwirtschaftlichen Betrieben zugeschnitten ist. Damit war Bonsai Robotics geboren. Die kleinen, KI-gesteuerten, autonom fahrenden Maschinen des Unternehmens übernehmen in Obstgärten, Weinbergen und Gemüsebeeten selbstständig Aufgaben wie das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln, das Abflammen von Unkraut oder die Ernte.
Bessere Qualität = weniger Lebensmittelabfälle + zufriedenere Kunden
Die Möglichkeiten von KI und maschinellem Lernen haben auch die Gründer:innen des niederländischen Startups AgStacked inspiriert. Mit ihrer Plattform, die KI-gestützte Prognosen auf der Grundlage von Wetter-, Logistik- und Kühlkettendaten nutzt, identifizieren sie frühzeitig Qualitätsrisiken entlang der gesamten Lieferkette. Das hilft ihren Kunden, Lebensmittelabfälle zu reduzieren und die Rückweisung von Chargen aufgrund von Qualitätsmängeln zu vermeiden.
Automatisiert vom Einkauf bis zur Rechnungstellung
Das schwedische Unternehmen Pifa AB bietet Importeuren, Großhändlern und Distributoren mit Partihandel eine Softwarelösung zur Optimierung ihrer Geschäftsabläufe – vom Einkauf bis zur Rechnungstellung. Benötigt werden hierfür lediglich ein Handy oder Tablet und eine Internetverbindung. Mit der Software lassen sich Lagerbestände in Echtzeit erfassen und Frachtströme optimieren, inklusive Auftragskommissionierung, Reklamation, Inventur und Wareneingangskontrolle. Auch detaillierte Berichte, etwa über die meistverkauften und profitabelsten Artikel, werden in wenigen Minuten erstellt.
Verpackung aus Seetang senkt den CO2-Fußabdruck
Ab 2030 sind laut der neuen EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) Einweg-Kunststoffverpackungen für frisches Obst und Gemüse nicht mehr erlaubt. Das Schweizer Startup noriware bietet mit seinen Folien auf der Basis von Seetang schon heute eine Alternative. Die transparenten, kunststofffreien Folien können auf der Pappschale direkt heißversiegelt und nach Gebrauch leicht abgezogen werden. Sie sind vollständig biologisch abbaubar und warten im Vergleich zu Polyethylen mit einem um bis zu 89 Prozent reduzierten CO2-Fußabdruck auf.
Kleines Ding mit großer Wirkung
Erneuerbare und biologisch abbaubare Ressourcen bilden auch die Basis für die Innovation des italienischen Unternehmens Agree Net. Das von ihm entwickelte kleine Etikett mit rund 2 Zentimeter Durchmesser wird in der Verpackung platziert und setzt dort natürliche Wirkstoffe auf der Basis von Pflanzenextrakten frei, die die Haltbarkeit der Früchte verlängern. Geeignet ist es für Zitrusfrüchte, Kirschen, Beeren und Trauben.
Wer die Leidenschaft der Gründer:innen für Ihre innovativen Produkte und Technologien geballt erleben möchte, sollte am 4. und 5. Februar von 13.00 bis 13.55 Uhr die Farming Forward / Startup Stage in Halle 3.1 besuchen. In jeweils fünfminütigen Sessions stellen dort alle 18 Startups ihre Innovationen vor.