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Alle Texte zur freien redaktionellen Verwendung. Fotos können mit der Angabe „Messe Berlin“ für die Berichterstattung (nicht für Werbezwecke) kostenfrei genutzt werden. Weitere Fotos und Videos finden Sie in der FRUIT LOGISTICA Mediendatenbank.

Zahlen des Tages

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Auf diesen Betrag summiert sich der Handel (Import und Export) 2021 mit landwirtschaftlichen Gütern zwischen der Europäischen Union (EU) und dem Rest der Welt. Die EU exportiert mehr als sie importiert (197 und 150 Milliarden Euro). Die meisten Importe kommen aus Brasilien (13,4 Milliarden Euro), dicht gefolgt vom Vereinigten Königreich (13 Milliarden Euro).

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der Agrarexporte aus der EU gingen 2021 ins Vereinigte Königreich (UK). Damit ist es der größte Abnehmer landwirtschaftlicher Güter, gefolgt von den USA (zwölf Prozent). Die Auswirkungen des Brexits auf den Handel mit Obst und Gemüse sind deutlich geringer als befürchtet. Wie sehr Aufwand und administrative Kosten gestiegen sind, steht aber auf einem anderen Blatt.

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Wie sich Warenströme ändern

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Leere Regale in Supermärkten waren ein starkes Bild in der Coronapandemie. Neben der Angst um Produktions- und Lieferengpässe gab es Firmen, die Fracht in Passagierflugzeugen transportierten. Vieles hat sich verändert. Die meisten Restriktionen greifen inzwischen nicht mehr. Doch nach wie vor sind die Herausforderungen groß, den weltweiten Handel von Obst und Gemüse sicherzustellen.

Vor allem der Personalmangel betrifft die Branche – entlang der gesamten Produktions- und Lieferkette. Dass zugleich die Anzahl der Containerschiffe zugenommen hat, macht es zu einem echten Problem. Aktuell werden 90 Prozent der Waren und Güter weltweit mit Containerschiffen transportiert. Am größten europäischen Umschlagplatz für frische Früchte, im Hafen von Antwerpen, macht der Anteil der Obst- und Gemüsefracht etwa zehn Prozent des Gesamtvolumens aus. Weltweit sind 40 Millionen Standardcontainer im Einsatz. Doch statt Kühlfracht wird vermehrt Trockenfracht transportiert. Bei Obst und Gemüse vor allem aus Lateinamerika und Europa kommt es zu Engpässen. Dringend benötigte Container für frische Ware befinden sich am falschen Ort. Ein Thema, das auch auf der FRUIT LOGISTICA diskutiert wird, die in vielen Formaten nach Lösungen sucht.

Innerhalb Europas hat auch der Brexit eine große Rolle gespielt. Die Folgen des Austritts von Großbritannien aus der Europäischen Union (EU) haben den Fruchthandel zwar nicht so getroffen wie ursprünglich befürchtet, aber es sind sehr viel mehr Formalien erforderlich. Innerhalb der EU wird zurzeit das Lieferkettengesetz heiß diskutiert. Es soll Unternehmen verpflichten, die gesamte Wertschöpfungskette im Blick zu behalten. Ziel ist es, Mensch und Natur zu schützen.

Kurze Lieferketten können helfen, die Nachhaltigkeit zu erhöhen. Auch Verbraucher*innen bevorzugen verstärkt regional produziertes Obst und Gemüse. Das schafft ein Bewusstsein dafür, welche Produkte gerade Saison haben. Und das wirkt sich wiederum positiv auf die Klimabilanz aus – ein Aspekt, der im Handel immer wichtiger wird.

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Drei Fragen an...

Michelle Redfern
Ingrid Vanstreels, Beraterin für Geschäftsentwicklung, Verladung und Spedition, Hafen von Antwerpen

Expert*innen diskutieren die Umbrüche im internationalen Frachtgeschäft. Welche Veränderungen stellen Sie als zweitgrößter Hafen in Europa fest?

Kundinnen und Kunden suchen nach Schiffskapazitäten, und Schiffe sind verspätet. Zudem gibt es einen Mangel an Equipment, der voraussichtlich erst 2023 behoben sein wird. Das führt zu Engpässen in den Terminals. Wenn Schiffe verspätet ankommen, bleiben Container auf den Terminals stehen. Wir haben auch einen massiven Mangel an Arbeitskräften. Nach einer sehr guten Zeit in den letzten Jahren befinden wir uns jetzt in einem Teufelskreis und fragen uns, wie wir aus dieser Situation herauskommen und Lösungen finden können. Jede und jeder in der Lieferkette muss das Verhalten ein wenig ändern.

Was sind die größten Herausforderungen?

Die durchschnittliche Verspätung von Containerschiffen beträgt sieben Tage. Das ist enorm und hat einen großen Einfluss auf die Produktivität unserer Terminals. Eine weitere Herausforderung ist die Effizienz des Hafens und die Vorbereitung auf die Zukunft. Was uns außerdem beschäftigt, ist die Energiewende in unseren Häfen. Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, im Jahr 2030 klimaneutral zu sein.

Welche neuen Entwicklungen halten Sie für hilfreich, um die Effizienz zu steigern?

Es gibt eine Reihe neuer digitaler Tools und Technologien. Wir erhöhen die digitale Transparenz auf unserer Hafenplattform, um unseren Kunden zu helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Wir versuchen, alles zu kanalisieren und transparenter zu machen. Aber ich würde nicht sagen, dass es sich um neue Technologien handelt. Wir investieren und entwickeln bessere digitale Tools.

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Prachtexemplare

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Die Mangostan ist eine Südfrucht mit harter Schale, unter der sich ein weiches Fruchtfleisch verbirgt. Es schmeckt in etwa wie eine Banane mit Orangensaft. Sie reift auf dem Baum Garcinia Mangostana, der nur langsam wächst: Die erste Ernte erfolgt nach etwa sieben Jahren. Den Beinamen “Königin der Früchte” verdankt die Mangostan Königin Victoria, die jedem Seefahrer den Ritterschlag versprochen haben soll, der ihr die Frucht mitbringt.

Juan Matas
Halle 23, D-02
Santiago Gomez
+57 44489050
E-Mail

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Was “Garteneier” (Garden Eggs) heißt, ist völlig vegan: Es handelt sich um afrikanische Auberginen. In Ghana gehören sie neben Tomaten und Paprikas zu dem am häufigsten konsumierten Gemüse. Je nach Sorte schmeckt die Garden Egg würzig-bitter oder leicht süß. Sie kann roh gegessen werden, zum Beispiel in Scheiben geschnitten auf Brot. Meist aber wird sie gekocht serviert, etwa gefüllt und gebacken oder klein gehackt in einem Eintopf.

Ghana Export Promotion Authority
Halle 26, E-24
Dr. Felix M. Kamassah
+233 244196228
E-Mail

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Was ich am Mittwoch gelernt habe...

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Es ist sehr wichtig für Moldau, auf dieser Messe vertreten zu sein und neue Märkte für unsere Produkte zu erschließen. Das wird besonders wichtig angesichts des aktuellen Konflikts in der Ukraine und der Herausforderungen für die Nahrungsmittelsicherheit, die auf uns zukommen könnten.

Natalia Gavrilița, Ministerpräsidentin der Republik Moldau

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Es ist die erste FRUIT LOGISTICA, an der ich teilnehme. Ich bin sehr beeindruckt von der Größe. Mir gefällt, dass die ganze Messe in Kategorien aufgeteilt ist, das hilft mir enorm. Aufgrund von Covid konnten viele meiner Kolleginnen und Kollegen aus Asien leider nicht kommen.

Sungkyung Gye, Leiter des Inspektionsteams, Control Union Korea Co., Ltd.

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Mir fällt auf, wie sehr die Menschen die direkten Begegnungen genießen. Wir hatten fabelhafte Treffen. Als Containerunternehmen haben wir beim Logistics Hub interessante Vorträge über Containerknappheit gehört, was ein großes Problem in unserer Industrie ist. Ich hoffe, hier Lösungen für dieses Thema zu finden.

Nigel J. Webster, Vice President, Beacon Intermodal Leasing

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Mir gefällt alles, besonders die Neuheiten rund um Mangos auch aus unterschiedlichen Ländern. Ich mag die Variationen aus Costa Rica und Spanien und dass wir sie nun auch bei uns ins Ghana anbauen können. Darüber hinaus liebe ich die Innovationen in Halle 20, im Speziellen die kompostierbaren Fruchtetiketten.

Sandra Snowden, Leiterin, Hendry Farm Ghana

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Ausblick für Donnerstag, 7. April

• Donnerstag ist Start-up Day auf der FRUIT LOGISTICA. Unter dem Motto „Disrupt Agriculture“ präsentieren Unternehmen auf der Start-up Stage neue Produkte, Projekte und Ideen, um die Branche voranzutreiben. Abseits der Stage bietet die Start-up Area Raum, um sich zu vernetzen.
Start-up Stage: Halle 9, Stand A-13, 10:00 - 14:00 Uhr
Start-up Area: Halle 9, Stand B-09/10, 10:00 - 16:00 Uhr

• Vier Vorträge zum Thema Logistik mit verderblichen Gütern erwartet die Besucher*innen im Logistics Hub. Es geht um Digitalisierung, Distribution und den richtigen Umgang mit Krisen.
Halle 26, Stand E-01, 10:00 - 11:40 Uhr

• Wie muss moderne und intelligente Logistik im Fruchthandel organisiert sein? Diese Frage diskutieren drei Expert*innen im Fresh Produce Forum mit Blick auf innovative Lösungen, technische Entwicklungen und Erwartungen der Handelspartner.
Halle 27, Stand B-09, 10:00 - 11:00 Uhr

• Der Umgang mit Food Waste und Verpackungen ist weltweit ein großes Thema. Die Forschungsinstitution Empa aus der Schweiz stellt im Future Lab eine mögliche Lösung vor: Eine Zellulose-Schutzschicht für Obst und Gemüse aus Trester, die Verbraucher*innen leicht abwaschen und mitessen können.
Halle 2.2, Stand D-05, 12:00 - 12:30 Uhr

• Am letzten Messetag ist es wieder soweit: Der FRUIT LOGISTICA Innovation Award (FLIA) wird verliehen! Er würdigt herausragende Ideen und Lösungen in der Obst- und Gemüsebranche von der Produktion bis zum Point of Sale. Alle Teilnehmenden der Messe konnten am Dienstag und Mittwoch abstimmen, heute erfahren wir, wer das Rennen macht.
Übergang Foyer Hallen 20/21, 14:30 Uhr

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Video des Tages

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Trotz des Kriegs im eigenen Land hat es die Ukraine geschafft, einen Stand auf der FRUIT LOGISTICA zu organisieren. Zehn Unternehmen präsentieren sich bei der Beerenvereinigung der Ukraine. Verbandspräsidentin Iryna Kukhtina sagt, was es bedeutet, bei der Messe zu sein und wie es für die eigene Branche weitergeht.

Aktuelle Videos mit neuen Eindrücken von der Messe und Expert*inneninterviews finden Sie in unserem Youtube-Kanal.

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Impressum

Susanne Tschenisch
Global PR Manager

susanne.tschenisch@messe-berlin.de
T: +49 30 3038 2295
Messe Berlin GmbH
Messedamm 22
14055 Berlin

Management board: Martin Ecknig (Vorsitzender), Dirk Hoffmann
Chairman of the supervisory board: Wolf-Dieter Wolf 
Amtsgericht Charlottenburg (District Court), HRB 5484 B (Commercial Code)

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